Chronik

Der Düsseldorfer Windhundrennverein wurde am 27. Februar 1921 von dreizehn vorwiegend in  Düsseldorf ansässigen Mitgliedern des Deutschen Windhund-Klubs von 1892 gegründet. Es wurde in der Chronik verzeichnet, dass dieses bei einer "feierlich-freudigen Sitzung" im Weinhaus Lamm in der Turmstraße zu Düsseldorf geschah. Auch wurde der Verein noch am gleichen Tag gerichtlich eingetragen, wie in der Chronik stand. Die dreizehn Gründer müssen ihren Tag sehr früh begonnen haben, da ja die Eintragung ins Vereinsregister nur vormittags möglich war.


Mit der Gründung des Düsseldorfer Windhundrennvereins nahm die Idee des Windhundrennsports in Deutschland zum ersten Male in autonomer Form Gestalt an.
War bis vor dem 1. Weltkrieg der Windhundsport fast ausschließlich dem Adel und Großbürgertum vorbehalten, wurden jetzt im Rheinland Clubs gegründet, in denen der einfache Mensch die Ärmel hochkrempelte und sich voller Opferbereitschaft für die Rennbegeisterung seiner Hunde einsetzte. Die Trainings-Bahn musste jedes Mal auf den Sportplätzen neu gesteckt werden.
Ein großer Dank gebührt dem Mitbegründer und langjährigen Vorsitzenden Hans Weinand. Er organisierte Windhundrennen und Ausstellungen auf dem damaligen Sportgelände der Gerresheimer Glashütte. Doch es gab nie ein eigenes Windhundgelände.
Ende der 60er Jahre musste dann der Platz in Düsseldorf-Eller geräumt werden. Der Verein trainierte danach in Haan-Hochdahl und führte seine Veranstaltungen auf der Mönchengladbacher Radrennbahn aus.

Der 1. Vorsitzende, Herr Drake, und der Rennleiter, Herr Richlofsky, suchten ein neues Vereinsgelände. 1971 endlich ergab sich die Möglichkeit, von der Stadt Mönchengladbach die frühere Müllkippe Raderberg zu pachten. Hartmut Drake organisierte mit den damaligen Vereinsmitgliedern fast unmögliches. Der 1. Bauabschnitt sollte ca. 50.000,-- DM kosten, davon erbrachten die Mitglieder für ca. 20.000,-- DM Eigenleistung. Es wurde planiert, Muttererde angefahren und Rollrasen gelegt usw. 1973 dann das Bundessieger-Rennen. Ein voller Erfolg.
Es wurde in Zukunft sonntags auf dem Gelände trainiert, laufend etwas neu gebaut oder repariert. Die Mitglieder steckten viel Arbeit und ihre ganze Kraft in den Platz.
1983, nach dem Herr Drake bereits von Herrn Dreyer und von Herrn Schutte abgelöst worden war, bauten wir die Endlosanlage System Egger. Das Geläuf musste sehr oft begradigt werden, wir bauten eine schöne Kantine, Toiletten, pflanzten Bäume an und waren somit nie "arbeitslos". Unser langjähriger Rennleiter Herbert Richlofsky hielt uns alle auf Trab. Der Dank des Vereins geht an viele verdienstvolle Mitglieder, die viel geleistet und ermöglicht haben.

Im Jahre 1995 wurde unsere Herbstveranstaltung auch die Abschieds-Veranstaltung von unserem heißgeliebten Gelände. Wir mussten dem Neubau der A 52 weichen.
Dann gingen wir auf die Suche nach einer neuen Heimat, sprich einem neuen Vereinsgelände......
Trotzdem war der Verein ständig aktiv. Die Mitglieder sind größtenteils treu geblieben, ja sogar die Veranstaltungen wurden weiterhin durchgeführt.
Und dann irgendwann, war es tatsächlich vollbracht. Wir feiern unsere Eröffnung im Mai 2002 auf dem neuen Gelände in Issum! Bis dahin war es jedoch sehr viel Arbeit die von den Mitgliedern, ihren Familien und Freunden des Vereins geleistet wurde. Wir standen vor dem Nichts und machten aus einem Maisacker in kürzester Zeit eine grüne Oase und aus einem alten Schweinestall ein liebevoll eingerichtetes Vereinsheim.

Alle waren sehr enthusiastisch und froh, dass es den DWRV nun wieder so gab, wie man ihn fast 75 Jahre kannte.
Wir machten in den vergangenen Jahren sehr schöne und bedeutende Windhundveranstaltungen, entweder auf dem Ausstellungs- sowie dem Coursingsektor. Aussteller und Coursingteilnehmer kamen und kommen gerne zu uns und der Dachverband wusste seine großen und bedeutenden Veranstaltungen in einer guten und souveränen Hand bei uns.
Nun seit dem Jahre 2006, pünktlich zu unserem 85-jährigen Jubiläum, stehen wir wieder da, und sind heimatlos, weil der angepachtete Besitz auf Grund der Zwangsvollstreckung einen neuen Eigentümer bekommen hat, welcher das Gelände selber nutzt. Wir sind alle sehr betroffen!

Aber!

Wir lassen uns nicht „unterkriegen“ und schaffen es wieder, denn wir sind der

Düsseldorfer Windhundrennverein 1921 e. V.,
                                               
Deutschlands ältester Windhundrennverein!



Ein Großteil der Vereinsmitglieder beim Sommerfest 2014






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